40 JAHRE JAZZCLUB "FUCHS" E.V. CHEMNITZ

Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und BIG e.V. Chemnitz.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Chemnitz und dem
Kfz-Meisterbetrieb M. Bondzio.

Grenzüberschreitungen XII - 2020

Charlotte Hug / Lucas Niggli

Dienstag, 1. September 2020, 19:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Die beiden Kosmopoliten zeigen keine Scheu, jede erdenkliche Klangwelt mittels ihrer Instrumente zu kreieren. Die Bratschen- und Stimmvirtuosin Charlotte Hug ( viola/voice) vermischt ihre Stimme mit Bratschenklängen auf eine einzigartige Art und Weise, so dass eine hybridhafte «Stimme» mit einem enormen Expressionsspektrum entsteht. Ebenso ist Lucas Niggli ( dr/perc) ein Meister der Klangfarben auf dem Schlagzeug und ist so einer der versatilsten und gleichzeitig eigenständigsten Drummer Europas. Ihre Imagination und ihre Kommunikationsfähigkeiten sind der Schlüssel zu einer freien, und sehr präzisen  Improvisations-Musik, die keine dogmatischen Grenzen kennt. Es entsteht eine virtuose, direkte und doch opulent klingende Duo-Musik mit den beiden archaischsten Instrumenten der Musik: die Stimme und die Trommel. Eine vielseitige, höchst agile Performance, die direkt auf und unter die Haut geht.

Aki Takase – Alexander von Schlippenbach

Samstag, 26. September 2020, 19:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Aki Takase - p
Alexander von Schlippenbach - p

Die private Liaison diesmal als Pianopaar. Takase & Schlippenbach setzen die Tradition der großen Klavierduos im Jazz grandios fort.

Die Improvisationen (Kompositionen) sind stringent und zeigen die beiden Pianisten im vertrauten Umgang miteinander. Das Fordern und Gefordertwerden, die Interaktion werden virtuos ohne billige Effekthascherei ... dargeboten. ...

Die doch sehr unterschiedlichen ’Musiksprachen’ von Takase und Schlippenbach machen einen ... nicht unwesentlichen Reiz ... aus. Ein intimes Zwiegespräch entstand, bei dem die beiden Musiker sich und dem Zuhörer nichts beweisen mussten, man machte keine Jagd auf Spektakuläres und schaffte es so, ’Iron Wedding’ wirklich gelingen zu lassen. ...

In unseren Zeiten der Krisen und der Skandale keine schlechte Sache, so ruhig und doch bestimmt an unsere biedere Endlichkeit erinnert zu werden.

Aus: Ernst Mitter, freiStil, Magazin für Musik und Umgebung zur CD „Iron Wedding“ (INTAKT 160).

Plasmic Quartett

Samstag, 17. Oktober 2020, 22:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Elisabeth Harnik, p
Agnes Heginger, voc
Uli Winter, c
Fredi Pröll, dr

Das Improvisationsensemble Plasmic setzt sich zusammen aus der Komponistin und Pianistin Elisabeth Harnik, der Vokalistin Agnes Heginger, dem Schlagzeuger Fredi Pröll und dem Cellist Uli Winter.

Als festes Trio besteht Plasmic seit 2003 und entstand bei den Improvised Music Nights in Wien. In den darauffolgenden Jahren wurde dieses Trio immer wieder durch bedeutende VertreterInnen der europäischen Improvisationsszene zum Quartett und auch zum Quintett erweitert. 2007 erhielten Fredi Pröll und Uli Winter den Auftrag für das Festival 4020 anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2009 ein Ensemble zusammenzustellen. In dieser Zeit entstand die Idee, Plasmic um die Sängerin Agnes Heginger zu erweitern, die sich in den unterschiedlichsten Genres wie Alter Musik, Jazz, zeitgenössischer Musik bis hin zur Klassik einen Namen machte. Agnes Heginger, die schon zu Studienzeiten mit Elisabeth Harnik zusammengearbeitet hat, war die ideale Ergänzung für den authentischen und unverwechselbaren Sound von Plasmic.

Plasmic wirft feingesponnene Netzwerke aus, in die sich jede(r) der beteiligten Klangartisten der Situation entsprechend ein- und ausklinkt. Das mit ungezwungenem Selbstverständnis. Dem geschuldet ist weiters ein konsequenter, kollektiv getragener, spontaner Formverlauf. Im Einklang mit einer ergiebigen Dynamikeffizienz. Klanggebilde von enormer Dichte und brodelnder Binnenstruktur.

Bereits beim zweiten Liveauftritt in dieser Besetzung entstand die CD „DR. AU“ (einklangrecords 2009), die in den Amann Studios (Wien) eingespielt wurde. Der Mitschnitt eines Konzertes beim Chilli Jazz Fest in Heiligenkreuz wurde auf dem britischen Label Leo Records veröffentlicht.

Joe Sachse Quintett

Freitag, 27. November 2020, 19:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Mitglieder des Quintetts entstammen der gleichen Tradition wie die meisten ihrer Chemnitzer Hörer, der konservativen Musikausbildung mit Bezügen zur europäischen Klassik und reicher Erfahrung in Improvisation und Bezug zu Musikern anderer Kontinente. Insofern werden wir Musik, die an Bekanntes anknüpft und Heimat bietet, aber von den Erfahrungen in der Fremde und des Fremden erzählt, hören.

Helmut Joe Sachse – g, Helmut Forsthoff – ts, Heiner Reinhardt – bcl, Manfred Hering – as, Wolfram Dix – dr