Grenzüberschreitungen XIII – 2021

Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und BIG e.V. Chemnitz.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Chemnitz und dem
Kfz-Meisterbetrieb M. Bondzio.

Chemnitzer Improvisationsorchester

Sonntag, 6. Februar 2022, 10:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Matinee zum Jubiläum: 30 Jahre B.I.G. e.V.

Unter der Leitung von Steffan Claußner

William Parker – Patricia Nicholson

Mittwoch, 16. Februar 2022, 19:30 Uhr
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

William Parker - bass, gimbre, flutes
Patricia Nicholson – words, movement

William Parker, nahm Unterricht bei Jimmy Garrison, Richard Davis und Wilbur Ware. Dabei ist er als jemand der regelmäßig, auch jenseits von Solos, mit dem Bogen spielt, eine Ausnahme unter den Bassisten der Free-Jazz- und Improvisationsszene seiner Generation.

William Parker, der bereits seit den frühen 1970ern Musik macht, ist international seit Beginn der 1990er Jahre zunächst vor allem in den Bands von Cecil Taylor aufgefallen. Er hat auch mit dem Quartett von David S. Ware und in verschiedenen Gruppen von Peter Brötzmann gespielt. Unter Anderen ist er mit Matthew Shipp, Hamid Drake, Roscoe Mitchell, Butch Morris, Frank Lowe, Billy Bang, Derek Bailey, Tony Oxley, Jeanne Lee, Ivo Perelman, DJ Spooky und Mat Maneri aufgetreten.

Gemeinsam mit den Bassisten Barre Phillips, Tetsu Saitoh und Joëlle Léandre spielte er das Album After You've Gone zur Erinnerung an Peter Kowald ein.

Zusammen mit Roy Campbell, Joe McPhee und Warren Smith spielt William Parker in dem Projekt A Tribute to Albert Ayler. Er ist Mitglied der Musikerkooperative Other Dimensions in Music.

Gemeinsam mit der Tänzerin Patricia Nicholson, hat er das Vision-Festival in New York gegründet und zum wichtigen Ereignis entwickelt. In den 70ern spielten sie gemeinsam im Centering Music/Dance Ensemble.

Das mit seinem regulären Quintett eingespielte Album Sound Unity wurde 2005 von Amazon.com als eines der "Top 100 Editor's Picks" gewählt.

2007 ist William Parkers Buch who owns music?, das seine politischen Gedanken, seine musiktheoretischen Aufsätze und seine Gedichte versammelt, in der Kölner Jazzedition buddy's knife erschienen.

Carl Ludwig Hübschs Langfristige Entwicklung des Universums

Sonnabend, 5. März 2022, 19:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Carl Ludwig Hübsch: Tuba, Komposition
Matthias Schubert: Tenorsaxophon
Wolter Wierbos: Posaune

Kompositionen - Kommunikation - gefährliche Manöver: 

Die Kombination der Musiker Carl Ludwig Hübsch, Matthias Schubert und Wolter Wierbos spielt unter dem Titel "Carl Ludwig Hübschs Langfristige Entwicklung des Universums". Entsprechend differenziert fließt die Kommunikation, die sich an den eigens für dieses Unterfangen geschriebenen Kompositionen entwickelt. Raum für Entwicklung und genaue Vorgaben wechseln einander ab, sind dicht verwoben. Das Spiel dichter Notate wechselt ab mit freien, expressiven Passagen. 

Improvisation ist Teil der Komposition, Komposition ist Teil der Improvisation.

Im Zentrum steht das Spiel der drei exaltierten Musiker, das von schnell wechselnden Verhältnissen, Humor und überraschenden Harmonisierungen geprägt ist.


So klingt neue europäische Blasmusik: Eine sinnvoll sinnliche Zusammensetzung von neuer Musik und Improvisationen, von Jazz- und Weltmusikfragmenten. Drei Musiker kommunizieren quicklebendig und mit Gespür für das Unentdeckte.


Das Trio spielte unter anderem auf dem Umbrella Jazz Festival, Ann Arbor Jazz Festival, Bloody Monday Festival New York, Doek Festival Bimhuis Amsterdam, Just Music Festival Wiesbaden, Berlin Jazzwerkstatt Festival, Chili Jazz Festival Österreich, Kania Jazz Festival Serbien und dem Eurojazz Festival Le Mans. Verschiedene Radioproduktionen wie z.B. mit dem SWR oder dem Blue Lake Radio

Elisabeth Harnick - Steve Swell

Freitag, 1. April 2022, 19:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Das TIETZ, Moritzstraße,09111 Chemnitz   
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €

Elisabeth Harnik, piano
Steve Swell, trombone

Elisabeth Harnik zählt zweifellos zu den schillerndsten Persönlichkeiten der österreichischen Impro-Szene. Neben ihren Solo-Arbeiten sind vor allem auch zahlreiche Kooperationen mit österreichischen und internationalen Musiker*innen, wie etwa mit Tanja Feichtmair, Joëlle Léandre, Alison Blunt, Fay Victor, Michael Zerang, Dave Rempis, Tim Daisy oder Ken Vander-mark, Marksteine des umtriebigen Wirkens einer ungemein kreativen Musikerpersönlichkeit die neben ihrer Konzerttätigkeit als Komponistin tätig ist. In Chemnitz trat sie zuletzt im Quar-tett Plamic auf.


Steve Swell gilt als einer der weltweit besten Posaunisten des Jazz und der frei improvisierten Musik. Er ist Mitglied der New Yorker Jazzszene seit dem Jahr 1975. Er tourte und nahm auf mit einer Reihe von Musikern, reichend von legendären Jazztraditionalisten wie Lionel Hampton und Buddy Rich bis zu den besten Avantgardisten wie Antony Braxton, Bill Dixon, Cecil Taylor u.v.a. Er nahm als Leader oder Co-Leader mehr als 50 Alben und eine Vielzahl von Aufnahmen, bei denen er Mitmusiker war, auf.


Die beiden Musiker kennen sich schon lange Zeit, zuletzt wirkte Harnik in Swell's Ensemble 'Dances With Questions' im Rahmen seiner Residenz beim Krakauer Jazz Herbst 2019 mit. Daraus resultiert ihr Duo-Album Tonotopic Organizations beim polnischen Label Fundacja Słuchaj.